Notfall-Rücklagen – So bist du auf das Schlimmste vorbereitet.

Wenn du denkst, dass du auf alles im Leben vorbereitet bist, solltest du noch einmal nachdenken.

von | Okt 2, 2017

Egal wie gut du vorbereitet bist, das Leben findet immer einen Weg. Das ist ein Fakt.

Und dieser Fakt trifft noch viel mehr zu, wenn es um dein finanzielles Leben geht. Egal wie sicher du dich fühlst, es gibt immer ein Auto, das nur darauf wartet kaputt zu gehen, oder eine Versicherung, die nicht zahlen will.

In solchen Situationen kannst du meist nicht viel tun, außer zu hoffen, dass du gut vorbereitet bist. Dieser Artikel soll dir zeigen, warum Notfall-Rücklagen so wichtig sind und wie auch du am Abend mit dem Gefühl ins Bett gehen kannst, besser auf alles vorbereitet zu sein.

Was genau sind Notfall-Rücklagen?

Notfall-Rücklagen, gerne auch Notgroschen genannt, sind Ersparnisse, auf die du jederzeit im Falle eines Notfalls zugreifen kannst. Die wichtigen Worte in dem letzten Satz sind “Notfall” und “jederzeit”.

Mit Notfällen sind Situationen gemeint, die dein Leben massiv beeinträchtigen. Wenn du deinen Job verlierst und deine Rechnungen nicht mehr zahlen kannst, ist das ein Notfall. Wenn Flatscreen-TVs 30% reduziert sind, ist das kein Notfall.

Ich denke du verstehst, was mit Notfall gemeint ist. Falls nicht, gibt es am Ende dieses Artikels noch eine nützliche Hilfe.

Wenn so ein Notfall eintrifft, ist es besonders wichtig, dass du sofort handeln kannst. Das Gesparte muss also liquid sein – das bedeutet, dass du jederzeit darauf zugreifen kannst.

Wenn dein Auto kaputt geht, brauchst du das Geld so schnell wie möglich. Ich zeige dir gleich, wie du das am besten anstellst.

 

Wofür brauche ich Rücklagen?

Sieh deine Rücklagen als eine Rettungsweste – im Idealfall wirst du sie nie brauchen. Aber wenn es dann doch mal soweit kommen sollte, wirst du froh sein, dass du sie hast.

Und selbst wenn du sie wirklich nicht brauchen solltest, weißt du zumindest, dass du sie hast. Das kann viel für deine Psyche tun.

Auf die Schnelle fallen mir ein paar Situationen ein, in denen du froh sein wirst, dass du vorbereitet bist. Hier sind drei davon:

 

Du verlierst deinen Job.
Du kannst ein Experte in einem gesuchten Gebiet sein und hattest sowieso schon ein paar neue Angebote. Gut für dich. Aber nicht jedem geht es so.

Von Arbeitslosengeld leben zu müssen kann eine enorme Herausforderung und Lebensumstellung sein. Wer Probleme hat, seine Rechnungen pünktlich zu bezahlen, ist eher dazu geneigt, das nächst beste Jobangebot anzunehmen.

Das ist vielleicht nicht nur nicht der Job den du wolltest, du bist wahrscheinlich auch bereit ein geringeres Gehalts-Angebot anzunehmen.

Stell dir jetzt eine Situation vor, in der du es dir erlauben kannst, nach der passenden Stelle für dich zu suchen. Dafür sind deine Rücklagen da.

 

Du musst eine Menge Steuern nachzahlen.
Ich muss dir hoffentlich nicht erklären, warum das ein Notfall ist. Glaub’ mir einfach, wenn ich dir sagen, dass du dem Staat kein Geld schulden möchtest.

 

Deine Beziehung endet (aus welchem Grund auch immer) und du fühlst dich nicht mehr wohl in deinem eigenen Zuhause.
Vielleicht spielst du mit dem Gedanken, dir eine neue Unterkunft zu suchen. Wenn du jetzt nicht die richtigen Mittel hast und dir deine Freunde nicht helfen können, sieht es schwierig aus.

 

Rücklagen können dir in diesen Situationen dabei helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ein Notfall-Budget kann dich auch vor schlechten finanziellen Entscheidungen schützen.

Du könntest in Versuchung geraten im Notfall Geld von irgendwoher zu nehmen. Im schlimmsten Fall führt das zu einem Haufen Schulden, die du nicht mehr zurückzahlen kannst.

 

Wieviel Geld sollte ich für Notfälle zur Seite legen?

Das ist eine komplexe Frage. Du möchtest natürlich genug Geld auf der Seite haben, um für alles gewappnet zu sein. Gleichzeitig ist das Geld, das du für diese Situationen sparst, Geld, das du nicht für deine anderen Sparziele oder Investitionen verwendest.

Finanzexperten raten dazu, mindestens genug Geld auf der Seite zu haben, um die notwendigsten Lebenskosten für drei Monate abdecken zu können.

Wenn du also monatlich €1000 für Miete, Essen, Versicherungen und anderes Lebensnotwendiges ausgibst, sollten deine Rücklagen mindestens €3000 schwer sein.

 

Wieviel ist zuviel?

Ich empfehle, nicht mehr als sechs Monate der notwendingen Lebenskosten abzudecken. Drei bis sechs Monate sollten in den meisten Fällen genug sein, um wieder auf die Beine zu kommen.

Das Problem mit liquidem Vermögen ist, dass es mit der Zeit meist nicht an Wert gewinnt. Inflation und niedrige Zinsraten sorgen zum Teil sogar dafür, dass das Gegenteil der Fall ist: Dein Geld verliert an Wert.

 

Du verzichtest also auf die Möglichkeit, dein Geld mehr Geld machen zu lassen.

 

Wo sollte ich mein Geld aufbewahren?

Wie bereits erwähnt, solltest du darauf achten, dass du dein Geld so aufbewahrst, dass du jederzeit darüber verfügen kannst. Das ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn es in einer Investition steckt.

Du solltest ein Maß an Liquidität wählen, mit dem du innerhalb weniger Stunden an dein geld kommst. Ein Giro- oder Sparkonto gehört dabei wahrscheinlich zu deinen besseren Optionen.

Geringe Zinsraten und Inflation werden nicht auf deiner Seite sein, dafür musst du aber auch nicht lange auf dein Geld oder einen Broker warten, der Aktien oder andere Anlagen für dich verkaufen muss.

 

Woher nehme ich das Geld für meine Notfall-Rücklagen?

Du solltest einen Teil deines monatlichen Einkommens für dein Notfall-Budget aufwenden – zumindest so lange, bis du einen Betrag angespart hast, mit dem du dich Wohl fühlst.

Ich empfehle dir 20% deines monatlichen Einkommens für deine Sparziele zu verwenden. Abhängig von deiner jeweiligen Situation ist es dir vielleicht möglich, die ganzen 20% deines Einkommens für deine Notfall-Rücklagen zu verwenden.

Sehr wahrscheinlich wirst du aber auch andere finanzielle Verpflichtungen haben, denen du nachkommen musst.

Wenn du Hilfe oder Inspiration für dein persönliches Budget suchst, zu viel Geld für die falschen Dinge ausgibst, oder noch nicht mit der 50/20/30 Regel vertraut bist, solltest du auf jeden Fall diesen Artikel über Budgets lesen!

 

Wie versprochen, habe ich hier noch ein paar Entscheidungshilfen für dich, die dir zeigen sollen, ob dein Notfall ein “Notfall”-Notfall ist.

 

  1. Du hast den Geburtstag deiner Mama vergessen.
    Keine schöne Situation, aber kein Notfall. Vielleicht machst du jetzt eine Erinnerung in den Kalender. Es ist wirklich nicht so schwer …

  2. Du hast den Geburtstag deiner Schweigermutter vergessen.
    Oh oh, viel Erfolg damit! Das ist ein Notfall auf einem ganz anderen Level. Aber immernoch kein “Notfall”-Notfall.
  3. Dein Auto gibt den Geist auf und du weißt nicht, wie du jetzt zur Arbeit kommen sollst.
    Ja. Das ist ein Notfall.
  4. Deine Tochter braucht eine Zahnspange und die Versicherung will nicht zahlen.
    Auf jeden Fall ein Notfall.
  5. Jack will dir magische Bohnen verkaufen.
    Verlockendes Angebot mit Aussicht auf Abenteuer. Leider kein Notfall.
  6. Deine Waschmaschine geht kaputt und flutet deine Wohnung, und du hast keine Versicherung.
    Wenn es einen “Notfall”-Notfall gibt, dann ist es dieser.
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