So funktioniert Bitcoin: Vom Tauschhandel zur digitalen Kryptowährung

Du hast keine Ahnung von Bitcoin? Hier ist alles was du wissen musst.

Bitcoin ist dieses neue Internet-Geld, mit dem man vollkommen anonym Sachen kaufen kann und über Nacht zum Millionär wird.Das stimmt so natürlich nicht.

Wenn ich manchmal (über-) höre, wie über Bitcoin gesprochen wird, muss ich immer wieder feststellen, dass es doch ein ziemlich kompliziertes Konzept ist, das sich nicht so einfach erklären lässt.

Und das ist verständlich.

Wer sich noch nicht wirklich mit der Geschichte von Geld beschäftigt hat, wird das revolutionäre Konzept einer komplett dezentralisierten Währung nicht auf Anhieb zu schätzen wissen – oder überhaupt verstehen.

So ging es zumindest jedem, mit dem ich mich über Bitcoin und andere Cryptowährungen unterhalten habe.

Meiner Meinung nach lässt sich Bitcoin besser erfahren als erklären – aber ich werde es trotzdem versuchen.

Inhalt:

Die Geschichte von Geld

Wie unterscheidet sich Bitcoin?

Wie entsteht der Wert von Bitcoin?

Wie entsteht ein Bitcoin?

Was ist Mining?

Die Blockchain

Bitcoin Wallets

Bitcoin & Anonymität

So funktioniert Bitcoin

Die Geschichte von Geld – kurz und kompakt

Bevor wir über Bitcoin reden, sollten wir uns noch einmal anschauen, was Geld überhaupt ist. Ich habe viel über Geld geschrieben und was du mit deinem Geld machen kannst, machen solltest und lieber nicht machen solltest. Aber wir haben uns noch nie wirklich über Geld selbst unterhalten.

Was ist Geld?

Warum brauchen wir Geld?

Brauchen wir Geld?

Was hat das mit Bitcoin zu tun?

“Geld ist eine Sprache, mit der wir einander Werte vermitteln.” – Andreas Antonopoulos.

Okay.

Hört sich gar nicht so Kompliziert an.

Aber was sagt er damit eigentlich?

Im Laufe der Geschichte – und ich spreche von Tausenden von Jahren – hat die Menschheit das Konzept von Geld in der einen oder anderen Form verwendet, um Wert zu wahren und zu vermitteln und Güter oder Dienstleistungen auszutauschen.

Stell dir eine archaische Gesellschaft vor, die im Tauschhandel Waren und Dienstleistungen direkt miteinander austauscht.

Eine Person hat einen Gegenstand, die eine andere Person haben möchte. Beide Individuen bewerten und verhandeln den relativen Wert der Ware und suchen dann nach einem Objekt oder einer Dienstleistung mit vergleichbarem Wert, um sie zu tauschen.

Hier ist ein Beispiel:

Ich möchte eine der Kühe meines Nachbarn. Mein Nachbar hat viel Zeit und Energie in die Zucht seiner Kühe gesteckt und sie haben einen hohen Wert für ihn.

Ich biete ihm ein paar meiner Hühner zum Tausch an, aber das ist ihm offensichtlich nicht genug. Er hat das Gefühl, das meine Hühner bei weitem nicht so wertvoll sind wie eine Kuh.

Zu meinem Glück ist vor kurzem das Dach meines Nachbarn kaputt gegangen. Ich kenne mich mit Dächern gut aus und habe auch das nötige Werkzeug.

Wir einigen uns darauf, dass eine Kuh ein paar Hühner und ein repariertes Dach wert ist.

Obwohl wir kein Geld verwendet haben – zumindest nicht in der Form, wie wir es heute kennen – gab es einen Wertaustausch.

Während sich unsere Gesellschaften weiterentwickelt haben, haben sich auch der Handel und unsere Mittel zur Speicherung und zum Austausch von Werten entwickelt.

Wie du dir wahrscheinlich vorstellen kannst, kann nicht jeder eine Kuh gebrauchen. Gleichzeitig kann auch nicht jeder immer eine Dienstleistung anbieten, an der ich gerade interessiert bin.

Der Tausch von Kühen und Hühner kann zudem ziemlich lästig und ineffizient sein.

So haben andere Objekte ihren Platz eingenommen.

Zu den frühen Arten von Währungen gehörten zum Beispiel Tierleder, Waffen und sogar Salz. Diese sogenannten Warengelder waren häufig nicht nur einfacher zu transportieren, sondern hatten auch eine höhere Nachfrage und eine weiter verbreitete Akzeptanz.

China hat diese Abstraktion von Werten auf das nächste Level gebracht.

Anstatt mit tatsächlichen Ledern oder Waffen zu handeln, hat man kleine Replikas dieser Waren aus Bronze gegossen und diese Figuren zum Handel verwendet.

Im Laufe der Zeit haben diese Replikas die Form von Münzen angenommen, vor allem aus praktischen Gründen.

In einer ähnlichen Weise haben andere Kulturen Steine, Muscheln oder Federn zur Aufbewahrung und zum Austausch von Werten verwendet. Edelmetalle wie Silber und Gold haben später primitivere Versionen von Warengeldern abgelöst.

Edelmetalle halten einen höheren inhärenten Wert gekoppelt mit einer hohen Nachfrage, was vor allem den internationalen Handel deutlich vereinfachte.

Ein paar Jahrhunderte später ersetzten die ersten Banknoten schließlich Metallmünzen. Banken produzierten diese Noten, um den Handel noch einfacher zu gestalten.

Anstatt Gold mit sich herumtragen zu müssen, konnte man so einen Zettel präsentieren, der bestätigt, dass man die angegebene Menge an Gold besitzt.

Diese Noten konnten bei jeder Bank gegen ihren Nennwert in Edelmetalle umgetauscht werden.

In 1816 wurde dann der sogenannte Goldstandard zum ersten mal in England eingeführt.

Obwohl England und andere europäische Länder zu dieser Zeit bereits seit Jahrzehnten Banknoten verwendeten, führte die Einführung des Goldstandards zu einer gewissen Preisstabilität des Geldsystems.

Der Wert einer Banknote wurde nun an eine ganz bestimmte Menge von Gold gebunden.

Aufgrund des begrenzten Goldangebots wurde es für Regierungen und Banken deutlich schwerer, einfach mehr Geld in Zirkulation zu bringen, wodurch Inflation zu einem seltenen Geschehnis wurde.

Aber es gibt immer zwei Seiten zu einer Münze.

Während der Goldstandard viele bedeutende Vorteil mit sich brachte, hatte er auch einige schwerwiegende Nachteile. Diese wurden vor allem in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und den damit verbunden Nachkriegsschwierigkeiten deutlich.

Ohne hier zu sehr ins Detail zu gehen, wurde der Goldstandard in den 1930ern von den USA und Großbritannien aufgehoben, was zur Entstehung von sogenanntem Fiatgeld führte.

Das Wort ‘Fiat’ stammt aus dem lateinischen und bedeutet in etwa “es werde”, “es geschehe” oder “finde statt”.

Im Kontext von Geld bedeutet das, dass Fiatgeld keinen inhärenten Wert mit sich bringt und auch nicht von einer materiellen Ware, wie Gold, gestützt wird.

Der Wert von Fiatgeld ist da, weil gesagt wird, dass er da ist.

Eine größere Abstraktion von Wertaufbewahrung ist fast nicht vorstellbar.

Da Fiatgeld nicht an eine physische Reserve gebunden ist, funktioniert es durch das Vertrauen der Menschen, die es benutzen.

Ein 20€ Schein hat nur dann einen Wert, wenn auch unser Tauschpartner daran glaubt, dass 20€ wertvoll sind.

Mit dem Schein selbst kann er wahrscheinlich nur wenig anfangen.

Geld, das nicht an eine begrenzt verfügbare Ressource gebunden ist, wird von zentralen Institutionen, wie zum Beispiel Banken kontrolliert und in Zirkulation gebracht.

Der relative Wert von Fiatgeld wird dabei von Zentralbanken bewertet. Als Faktoren werden dabei zum Beispiel die Wirtschaftskraft eines Landes, sowie dessen Regierung verwendet.

Fiatgeld ist von vornherein sehr anfällig für Inflation. Extreme Fälle von Inflation werden dabei als Hyperinflation bezeichnet, die auftreten kann, wenn eine Regierung wirklich schlecht im Regieren ist und eine Bevölkerung das Vertrauen in sie verliert.

Das haben wir zum Beispiel in Simbabwe und Venezuela gesehen.

Inflation kann offensichtlich zu einem großen Problem für alle Beteiligten werden, an erster Stelle natürlich für die Bevölkerung eines Landes.

Stell dir vor wie groß der Schaden an deinem Vermögen wäre, wenn die Währung, auf die du all dein Vertrauen gesetzt hast, morgen keinen Wert mehr hat …

 

Was hat das alles mit Bitcoin zu tun?

Wie du inzwischen weißt, hat das Konzept von Geld in der Vergangenheit eine Handvoll von Anwendungen gesehen.

Vom Tauschhandel von Waren und Dienstleistungen, zum Handel mit Rohstoffen, von Geld, das von Rohstoffen gestützt wurde, zu Geld, das nur darauf beruht, dass wir daran glauben.

Im laufe der Zeit ist Geld dabei nicht nur immer abstrakter geworden, sondern auch zentraler.

Heute bestimmen zentrale Institutionen darüber, wieviel Geld im Umlauf ist und wieviel dieses Geld wert ist. Hier kommt Bitcoin ins Spiel.

Wie ist Bitcoin anders?

Bitcoin wird als Währung wie alle anderen Währungen angesehen:

Bitcoin wird verwendet, um Wert zu speichern und zu kommunizieren, genau wie bei jeder anderen Form von Geld.

Bitcoin kann gegen eine ständig wachsende Anzahl an Waren und Dienstleistungen getauscht werden, genau wie bei jeder anderen Form von Geld.

Bitcoin funktioniert völlig ohne Banken und Regierungen auf globaler Ebene ohne Grenzen, genau wie alle anderen – Moment mal!

Bitcoin ist eine völlig dezentralisierte Form von Geld.

Keine einzige Institution, wie zum Beispiel eine Bank, kann Bitcoin kontrollieren.

Stattdessen wird Bitcoin von einem Peer-to-Peer-Netzwerk aller Bitcoin Nutzer auf der ganzen Welt, dem sogenannten Bitcoin Network, geführt. Dabei hat jedes Mitglied in diesem Netzwerk das selbe Mitspracherecht.

Wie ist das möglich?

Während traditionelle Formen von Geld von Banken kontrolliert und in Zirkulation gebracht werden, wird Bitcoin digital durch ein Netzwerk von Menschen geschaffen, dem jeder beitreten kann.

Jeder Computer im Bitcoin Netzwerk ist theoretisch dazu berechtigt, Bitcoin Zahlungen zu verarbeiten und im Prozess neue Bitcoin zu schaffen.

Das ist ein riesiger Schritt von unserem derzeitigen auf vertrauen basierendem, zentralisierten Währungssystem zu einem System, das es seinen Nutzern ermöglicht, volle Kontrolle über ihr Geld zu übernehmen, ohne einer dritten Partei vertrauen zu müssen.

Wer entscheidet ohne Banken, was Bitcoin wert ist?

Traditionelle Währungen haben ihren Wert durch die Bindung an bestimmte Ressourcen erhalten – zumindest an einem bestimmten Punkt.

Während Bitcoin selbst nicht an einen Rohstoff gebunden ist, ahmt es spezifische Eigenschaften von Rohstoffen wie Gold nach.

Wie bei Gold, gibt es auch bei Bitcoin nur einen begrenzten Vorrat. 21’000’000 Bitcoin, um genau zu sein.

Es wird nie mehr als einundzwanzig Millionen Bitcoin geben, wodurch das Inflationsrisiko eliminiert wird.

Solche Währungen werden als deflationär bezeichnet.

Eine weitere Ähnlichkeit ist die immer kleiner werdende Abbaurate.

Da es sich bei Gold um eine begrenzte Ressource handelt, wird es immer schwieriger und aufwändiger, Gold abzubauen, je mehr Gold bereits abgebaut wurde.

Bitcoin ahmt dieses Merkmal künstlich nach, in dem die Menge an Bitcoin, die geschaffen werden kann, alle vier Jahre halbiert wird.

Auf dieser Grundlage können wir ziemlich genau berechnen, wann der letzte Bitcoin kreiert wird: am 7. Mai 2140.

Was jetzt passiert, ist einfache Marktwirtschaft. Bei einem begrenzten Angebot entscheidet die Nachfrage über den Preis.

Diese ist vor allem über die letzten Monate extrem gestiegen, als mehr und mehr Menschen das Potential einer dezentralisierten Währung und die Auswirkungen auf unser weltweites Bankensystem erkannt haben.

Wie entsteht ein Bitcoin?

Um verstehen zu können, wie ein neuer Bitcoin geschaffen wird, sollten wir uns zuerst anschauen, warum ein neuer Bitcoin geschaffen wird.

Wenn du eine Überweisung von einem Bankkonto auf ein anderes durchführen möchtest, ist deine Bank der Mittelsmann, der dafür sorgt, dass alles wie geplant funktioniert.

Du füllst deine Überweisung aus, schickst sie an deine Bank und die Bank kümmert sich dann darum, dass der Empfänger das Geld erhält.

Je nach Art der Überweisung kann das ein paar Stunden oder ein paar Tage dauern.

Bei Bitcoin gibt es keinen Mittelsmann.

Was bedeutet das?

Wenn ich Bitcoin an einen Freund, nennen wir ihn mal Bob, senden möchte, erstelle ich eine Überweisung, die die der Bank ähnelt.

Ich muss eine Empfängeradresse und die Menge an Bitcoin angeben, die ich an Bob senden möchte.

Sobald ich meine Transaktion abgeschickt habe, wird sie im gesamten Bitcoin Netzwerk verbreitet.

Immer wenn ein Teilnehmer im Bitcoin Netzwerk eine Transaktion empfängt, die er davor noch nicht gesehen hat, schickt er sie an andere Teilnehmer weiter, die diese wiederum an andere Teilnehmer weitersenden.

Diese Teilnehmer werden als Node bezeichnet.

Es ist nun die Aufgabe der sogenannten Miner, meine Transaktion zu validieren und sie gemeinsam mit den Transaktionen anderer Bitcoin Nutzer in einen Block zu ‘minen’.

Dieser Mining-Prozess ist ein wesentlicher Bestandteil des Bitcoin-Ökosystems, der es Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht, Transaktionen durchzuführen, ohne einem einzigen Mitglied des Netzwerks vertrauen zu müssen.

Um einen neuen Block zu schaffen und die Transaktionen des Bitcoin Netzwerks zu validieren, muss ein Miner einen sogenannten proof-of-work (deutsch: Beweis der Arbeit) vorzeigen können.

Stell dir ein Kreuzworträtsel mit tausenden von Zeilen und Spalten vor. Es bedarf einiger Zeit und viel Aufwand, bis alle Wörter gefunden und eingetragen sind.

Sobald aber jedes Feld ausgefüllt wurde, ist es ziemlich einfach zu überprüfen, ob alle Antworten passen.

Um den proof-of-work zu erstellen, müssen die Miner zunehmend schwierigere und komplexere Probleme lösen, welche eine enorme Rechenleistung erfordern, was wiederum eine enorme Menge an Elektrizität erfordert, um die Mining Computer zu betreiben, was wiederum Geld kostet.

Die Probleme passen sich dabei dynamisch an die Anzahl der aktiven Miner im Netzwerk und deren Rechenpower an, sodass im Durchschnitt alle 10 Minuten ein neuer proof-of-work präsentiert werden kann.

Der proof-of-work dient also dazu, nachzuweisen, das der Miner einen wirtschaftlichen Aufwand aufgebracht hat.

Wer auch immer den proof-of-work als erster präsentieren kann, mined den neuen Block.

Gleichzeitig wird durch den Mining Prozess eine neue Anzahl an Bitcoin geschaffen.

Der Miner erhält zusätzlich zu den neuen Bitcoin auch alle Transaktionsgebühren.

Als die ersten Bitcoin Blöcke in 2009 geschaffen wurden, lag die Belohnung für einen neuen Block bei 50 Bitcoin.

Da die Belohnung alle vier Jahre halbiert wird, liegt sie derzeit (November 2017) bei 12,5 Bitcoin. Das entspricht heute (16. November 2017) etwa 80.000 Euro.

Der Mining Prozess dient also 2 sehr wichtigen Zielen:

  1. Er sorgt dafür, dass das Bitcoin Netzwerk ganz ohne vertrauen funktioniert.Transaktionen werden nur dann validiert, wenn der Miner durch den proof-of-work eine gewisse wirtschaftliche Investition geleistet hat.Da alle Transaktionen an einen großen Prozentsatz aller Teilnehmer im Bitcoin Netzwerk gesendet wurden, bedarf es nur wenig Aufwand, um zu überprüfen, ob die Transaktionen im Block auch tatsächlich die Transaktionen sind, die von den Nutzern versendet wurden.Sollte ein Miner eine Transaktion in einen Block aufnehmen, die nicht von dem Großteil des Bitcoin Netzwerkes bestätigt werden kann, verliert der Miner den Block – gemeinsam mit der Zeit und den Kosten, die mit ihm verbunden waren.Alle Miner haben also ein sehr großes Incentive daran, Transaktionen korrekt zu validieren.
  2. Durch das Mining werden neue Bitcoin in Umlauf gebracht.

 

Woher weiß das Netzwerk, wieviel Bitcoin jeder Nutzer hat?

Wenn eine Bank deine Transaktion verarbeitet, ist es für sie recht einfach zu überprüfen, ob du tatsächlich die Gelder besitzt, die du überweisen möchtest – schliesslich hat die Bank vollen Zugriff auf alle ihre Konten.

Im Bitcoin Netzwerk ist jedoch jeder seine eigene Bank.

Wie kann also sichergestellt werden, dass ich genug Bitcoin habe, um eine Transaktion vorzunehmen?

Ganz einfach.

Jeder kann jede Bilanz einsehen und ausserdem besitzt du niemals wirklich Bitcoin.

Lass mich erklären warum das funktioniert und gut ist.

Bitcoin ist nicht das erste mal, dass das Konzept einer digitalen Währung aufgetaucht ist.

Es ist jedoch das erste Mal, dass zwei nicht unbedeutende Hürden in einem dezentralisierten Netzwerk überwunden wurden.

  1. Wie kann ich sicher sein, dass das Geld echt und nicht gefälscht ist?
  2. Wie kann ich sicher sein, dass nicht einfach jemand anders behaupten kann, der Besitzer von meinem Geld zu sein?

Mit Papiergeld gibt es viele Möglichkeiten, um Fälschungen vorzubeugen.

Emittenten von Papiergeld können auf spezielle Papier- und Drucktechniken zurückgreifen, um ein gewisses Maß an Sicherheit zu gewinnen.

Das Besitzer Problem ist mit Papiergeld auch ganz einfach gelöst, da der selbe Schein oder die selbe Münze nicht gleichzeitig an zwei Orten sein kann.

Bei digitalen Transaktionen können sich Banken auf zentrale Institutionen verlassen, die einen vollständigen Überblick über die im Umlauf befindlichen Geldmittel haben und den Clearing Prozess übernehmen.

Bitcoin verwendet zwei Technologien, um diese Probleme zu lösen.

  1. Die Blockchain als öffentlich einsehbare Transaktionhistorie
  2. Kryptographische Signaturen

Die Blockchain ist die unterliegende Technologie, die Bitcoin möglich macht.

Wie wir bereits besprochen haben, verarbeiten Miner Transaktionen, indem sie einen neuen Block erstellen, der die Transaktionen für einen bestimmten Zeitraum enthält.

Zusätzlich befindet sich in diesem Block ein kryptographischer Hash des vorherigen Blocks, der den neuen Block mit dem vorherigen verbindet. So entsteht mit jedem neuen Block eine längere Kette, die sogenannte Blockchain, die bis zum ersten jemals kreierten Block vom 3. Januar 2009 zurückführt.

Gleichzeitig ist es durch die Blockchain möglich, jede Transaktion und die daran enthaltenen Bitcoin bis zum Ursprung der jeweiligen Bitcoin zurückzuführen.

Ein Bitcoin ist immer an eine bestimmte Bitcoin Adresse gebunden.

Möchte man also wissen, wieviel Bitcoin auf einer bestimmten Adresse zur Verfügung stehen und ob diese für die gewünschte Transaktion ausreichen, kann man ganz einfach auf der Blockchain alle mit der Adresse verbundenen Ein- und Ausgänge zusammenrechnen, um die aktuelle Bilanz zu erhalten.

Weil Bitcoin eben nur als Ein- und Ausgänge auf bestimmten Adressen gespeichert werden, besitzt man nie wirkliche Bitcoin.

Was man jedoch besitzt ist ein Schlüssel, der Private Key, der es einem erlaubt, Transaktionen zu unterschreiben und damit zu bestätigen, dass man die Zugriffsrechte für eine bestimmte Adresse und die damit verbundenen Bitcoin hat.

Das Konzept ist im weitesten vergleichbar mit einem traditionellen Bankkonto.

Du identifizierst dich auf irgendeine Weise, zum Beispiel mit einer Bankkarte und deiner PIN und kannst dann das Geld, dass deinem Konto zugewiesen ist kontrollieren.

Es sei denn, deine Bank sagt etwas anderes …

Im Gegensatz zu Bankkonten kannst du jedoch beliebig viele Bitcoin Adressen und Private Keys besitzen.

Ich empfehle dir sogar, für jede Transaktion, die du empfängst, eine neue Adresse zu verwenden.

 

Bitcoin Wallets – und warum sie nicht so genannt werden sollten

Um die Private Keys and die mit ihnen verbundenen Adressen verwalten zu können, benötigst du eine sogenannte Wallet Software.

Wallet ist das englische Wort für Geldbeutel und das sollte dir schon zeigen, warum es das falsche Wort ist.

Bitcoin sind keine tatsächlichen Münzen.

Du brauchst also keinen Geldbeutel dafür.

Und die Wallet enthält auch keine Münzen, sie enthält deine Privat Keys – also Schlüssel.

Es sollte also Keychain, oder Schlüsselbund heißen.

Aber mich fragt ja niemand.

 

Ist Bitcoin anonym?

Bitcoin ist nicht anonym – es sei denn, du willst es.

Alle Transaktionen sind öffentlich auf der Blockchain einsehbar.

Erinnerst du dich?

Nur steht bei einer Bitcoin Transaktion nicht dein Name als Absender, sondern deine Bitcoin Adresse.

Das macht Bitcoin pseudoanonym. Und das ist ein wichtiger Punkt.

Wenn du dich zum Beispiel an einer Börse registrierst, musst du dich identifizieren.

Deine Daten werden dann gemeinsam mit den Adressen gespeichert, über die du auf der Börse verfügen kannst. Jede Transaktion die du von deiner Börsenadresse aus startest kann also im schlimmsten Fall auf deinen Namen zurückverfolgt werden.

Denke daran, dass du so viele Bitcoin Adressen verwenden kannst, wie du möchtest.

 

Das wars fürs Erste.

Im nächsten Artikel zeige ich dir, wie du Bitcoin kaufen und damit handeln kannst, und vor allem, wie du sicherstellen kannst, dass deine Bitcoin deine Bitcoin bleiben.

Lass es mich wissen, wenn du offene Fragen hast. Ich freue mich darauf, von dir zu hören!

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Paul Niklaus
Paul Niklaus
Paul ist Marketing Manager bei @ZuperBank und die erste Anlaufstelle für alle Anliegen unserer Zuper Nutzer. In unserem Blog zeigt er dir, wie du das meiste aus deinem Geld herausholst!
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