So kommst du raus aus den Schulden!

Schulden zu haben ist immer eine besonders stressvolle Erfahrung, ganz egal in welchen Umständen du dich befindest. Hier siehst du, wie du sie schnell wieder los wirst!

Schulden zu haben ist immer eine besonders stressvolle Erfahrung, ganz egal in welchen Umständen du dich befindest. Wenn du für einen Kredit unterschrieben hast, dir auf anderen Wegen Geld geliehen hast oder auf eine andere Art im Zahlungsrückstand bist, bist du dazu verpflichtet, deine Schulden so schnell wie möglich zu begleichen.

Dabei ist es ganz egal, welchen anderen Verpflichtungen du sonst noch nachgehen musst.

Manchmal können Schulden nur eine unbeabsichtigte Folge von zu hohen Einkaufskosten sein.

Manchmal hängen sie auch mit unvorhergesehenen Lebensveränderungen zusammen – plötzliche Arbeitslosigkeit, vergessene Verträge oder auch ein Zuwachs in der Familie bringen das Haushaltsbudget schnell durcheinander. Schulden abbezahlen

Eins vorweg: Sich selbst aus den Schulden zu ziehen erfordert eine Menge Disziplin über eine lange Zeit. So ein Vorhaben ist nichts, was man mal schnell so nebenbei macht.

Sehr wahrscheinlich musst du deinen Lebensstil ändern und ab und an gegen den Gruppendruck ankämpfen.

Während du deinen Plan so einfach wie möglich für dich gestalten solltest, wirst du nicht drumherum kommen, ein paar harte Entscheidungen zu treffen. Wenn du es gewohnt bist, dich regelmäßig mit Shopping-Touren zu belohnen, oder du deine Nächte am liebsten in Bars und Clubs verbringst, solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden, auf einige dieser teuren Laster zu verzichten.

Nur so kommst du schlussendlich an dein Ziel der Schuldenfreiheit – auch wenn diese Vorstellung zurzeit noch so abstrakt sein mag. Falls du und dein Partner gemeinsam verschuldet sind, müsst ihr natürlich beide am selben Strang ziehen.

Es ist unmöglich Fortschritte zu machen, wenn ihr in andere Richtungen lauft.

Wie man das gemeinsame Geld in einer Partnerschaft am besten organisiert, zeige ich dir im ersten Teil unserer Reihe Liebe & Geld.

Bevor es jetzt aber losgeht, solltest du dir noch einmal vorstellen, wie es sein wird, wenn du Schuldenfrei bist und endlich wieder die Möglichkeit hast, deine Träume zu verfolgen.

Wie gut du dich dabei fühlen wirst, wenn du wieder Zeit und Energie hast, um dich um deine wirklichen Interessen zu kümmern, den großen Urlaub zu planen, eine gute finanzielle Zukunft für deine Kinder zu gestalten, oder was auch immer dir sonst gerade in den Kopf gekommen ist.

Wenn die Vorstellung dieser Ziele für dich wichtiger ist als die nächste Clubnacht oder die neuste Kollektion, dann hast du das richtige Mindset, um aus den Schulden zu kommen!

Hier ist ein kleiner Tipp, um die Motivation, die du gerade fühlst, auch in schwierigen Zeiten noch bei dir zu haben: Such dir eine visuelle Erinnerung an das Ziel, dass du erreichen möchtest. Das kann ein Bild von deinem Traum-Haus sein, oder die Insel in der Karibik, die schon so lange auf dich wartet. Steck das Bild in deinen Geldbeutel, oder an deinen Computer, oder wo immer du sonst dein Geld ausgibst, um dich daran zu erinnern, wofür du das Ganze hier eigentlich tust.

Lass uns loslegen.

 

Wieviel Geld schulde ich eigentlich?

Ein häufiges Problem bei verschuldeten Menschen ist eine fehlende Übersicht. Denn für viele ist es einfacher durch den Tag zu kommen, wenn sie sich nicht aktiv mit ihren Schulden befassen müssen. Das ist mehr als verständlich.

Leider ist diese Einstellung für uns kontraproduktiv, denn um zu wissen, wie wir an das Ziel kommen, müssen wir wissen, wo wir starten.

In diesem Punkt geht es also darum, dir ganz genau darüber bewusst zu werden, wieviel Geld du wem schuldig bist. Am einfachsten geht das mit einem Zettel und einem Stift, oder in einem Spreadsheet. Trage alle deine Schulden, Salden, Zinssätze und Mindestzahlungen ein und addiere die Beträge, um zu deinem Status Quo zu kommen.

Wenn du von dem Ergebnis geschockt bist, solltest du dich daran erinnern, dass dies die höchste Zahl sein wird. Nächsten Monat ist es schon weniger und im Monat danach noch weniger. Schritt für Schritt.

Jetzt wo du weißt, wieviel du mindestens monatlich abbezahlen musst, kannst du deine Schulden besser in dein Budget einbauen. Und ein Überblick über deine Zinsraten hilft dir dabei, die passende Abzahlungs-Strategie zu wählen.

Halte deine Liste griffbereit und anpassbar, damit du sie in den nächsten Monaten wiederverwenden kannst.

 

Wie kann ich die Kosten meiner Schulden reduzieren?

Viele Kredite kommen mit sehr hohen Zinszahlungen daher.

Dispo-Kredite stehen teilweise bei über 9%, während der Sollzins bei Kreditkarten zwischen 15% und 20% stehen kann. Besonders da macht es deshalb Sinn, eine Umschuldung in Erwägung zu ziehen.

Im Idealfall kannst du so nicht nur deine Zinsraten senken, sondern auch mehrere Kredite gleichzeitig abbezahlen, um dann nur noch ein Ziel im Auge behalten zu können.

Neben geringeren Kosten hast du so auch eine geringere psychische Belastung. Das ist sehr viel Wert.

Auch bei einem Immobilienkredit macht es Sinn mit der Bank zu sprechen. Diese Änderungen sind zwar oftmals schwierig zu verhandeln, doch es steht auch im Interesse der Bank, dass du deine Kredite abbezahlst.

Manche Banken würden eine Neuverhandlung daher dem Aufwand einer Vollstreckung vorziehen.

Es ist im allgemeinen sehr wichtig, den Dialog mit den eigenen Gläubigern zu suchen. Vor allem dann, wenn man nicht im Stande ist, die Raten rechtzeitig zu bezahlen.

Sich seine Schuld einzugestehen nicht unbedingt eine schöne Erfahrung, du bist jedoch nicht die erste Person in dieser Situation und wirst sehr wahrscheinlich auch nicht die letzte sein.

Die meisten Gläubiger sind gesprächsbereit und daran interessiert, deine Situation besser zu machen – denn nur so kann auch ihre Situation besser werden. Scheue dich also nicht davor, im Notfall nach einer Tilgungsaussetzung zu fragen!

 

Woher kommt das Geld, das ich zur Abzahlung verwenden kann?

Um deine Schulden abbezahlen zu können, musst du Wege finden, um dein bestehendes Einkommen ein wenig aufzulockern. Wenn du weißt, wo dein Geld hinfließt, kannst du besser entscheiden wo du Sparpotential hast.

Falls du den Zuper Artikel zum Thema Budgets noch nicht gelesen hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür! Hier erklären wir dir in den wichtigsten Schritten, wie du ein Budget aufstellst, wie du deine aktuellen Ausgaben optimieren kannst und wie du deine Schulden aktiv in den Haushalt einplanst, ohne größere Kompromisse eingehen zu müssen.

Um das ganze auf den Punkt zu bringen: ein gutes Budget ist dafür zuständig, dir bei der Priorisierung deiner Ausgaben zu helfen.

Mach dich dabei auf die Suche nach kleineren Dingen, die sich schnell zu größeren Ausgaben addieren (Hallo Starbucks Kaffee …) und Abos die du nicht wirklich nutzt.

 

Wie starte ich meine Abzahlung?

Da du jetzt weißt, wie hoch dein monatliches Rückzahlungsziel ist, solltest du dich nochmal an dein Spreadsheet setzen.

Falls du nicht alle Schulden auf einen einzigen Kredit umschulden konntest, solltest du für die Zahlungen mit den niedrigsten Zinsen nur den monatlichen Mindestbetrag aufwenden.

Idealerweise bleibt dir so genug Geld, um mehr als das Minimum für die Schulden mit dem höchsten Zinsbetrag zu begleichen.

Zahle deine Schulden so ab, bis der Kredit mit den höchsten Zinsen abbezahlt ist. Diese Art des Abbezahlens garantiert dir, dass du die wenigsten Zinsen zahlst.

Wenn es dann soweit ist, solltest du dir erst einmal auf die eigene Schulter klopfen, dir ein schönes Essen machen und sehr stolz auf dich sein. Du hast es dir verdient. Gut gemacht!

Alternativ kannst du es auch mit der Schneeball-Methode versuchen. Hier fängst du mit dem kleinsten Kredit an, zahlst diesen so schnell wie möglich ab und benutzt dein neu-gefundenes Momentum, um dich an den nächst größten Kredit zu machen.

Mit dieser Methode sparst du zwar nicht an den Zinsen, dafür hast du schneller einen kleiner “Gewinn”, der dir dabei helfen kann motiviert zu bleiben.

Für welche Art du dich auch entscheidest, wir empfehlen dir deine Abzahlungen als Dauerauftrag einzurichten. So musst du keine Angst haben, eine Zahlung zu verpassen. Ein gutes Budget hilft dir dabei, immer genug Geld auf dem Konto zu haben.

 

Wie kann ich weitere Schulden verhindern?

Du kannst deine Schulden nur abbezahlen, wenn sie nicht jeden Monat größer werden. Das bedeutet, dass du dich an dein festgelegtes Taschengeld halten solltest und Versuchungen widerstehen musst.

Je nach deiner Stadt und deinem monatlichen Einkommen kann sich das als eher schwierig gestalten – vor allem wenn du nicht aktiv ein Auge auf deinen Ausgaben hast.

Wir haben festgestellt, dass ein leicht zugängliches und visuelles Budget unglaublich hilfreich ist, wenn man eine schnelle Antwort auf die Frage “Kann ich mir das wirklich leisten?” braucht.

Unsere kostenlose Zuper App bietet dir deshalb eine nützliche Budget Funktion, die deine Ausgaben nicht nur automatisch kategorisiert, sondern dir auch eine individuelle Übersicht über deine festgelegten Budgets gibt. Zuper Banking App im Apple App Store | Zuper Banking App im Google Play Store

Alternativ kannst du es mit Bargeld versuchen. Die Idee ist dabei, dass alle wichtigen Rechnungen direkt von deinem Konto bezahlt werden und du dein Taschengeld für Dinge wie Restaurants und Impulskäufe in bar bei dir trägst.

So kannst du verhindern, dass du aus versehen das Geld für deine Ratenzahlung für eine Jacke ausgibst.

Allgemein raten wir dir davon ab, unterwegs mit “Plastikgeld” zu zahlen. Kredit- und andere Geldkarten haben häufig den Nebeneffekt, dass sie den Bezug zum eigenen Geld erschweren, da sie deinen eigentlichen Kontostand nicht wiedergeben können.

Falls du es allerdings nicht verhindern kannst, mit deinen Karten zu zahlen, lohnt es sich entweder die Zuper App zu verwenden oder diese Transaktionen zu notieren, um sie dann von Hand in dein Budget einzuarbeiten.

Offensichtlich wirst du nicht drum herum kommen, deinen Lebensstil an deinen Zahlungsplan anzupassen. Du solltest also aktiv versuchen, die neue Gewohnheiten anzueignen, die deine Finanzziele unterstützen.

Falls du dich dabei wohlfühlst, kannst du deinen Freunden und deiner Familie von deinen Plänen erzählen. So haben sie mehr Verständnis dafür, dass du öfter selber kochen wirst und deinen Samstag lieber mit Netflix als mit überteuerten Cocktails verbringst.

Im schönsten Fall macht ihr euch sogar gemeinsam auf die Suche nach günstigeren oder sogar kostenlosen Unterhaltungsmöglichkeiten.

Der beste – und offensichtlichste – Weg, der dir bei der Abzahlung deiner Schulden hilft: verdiene mehr Geld. Das ist offensichtlich leichter gesagt, als getan, aber gerade wenn du keine Optimierungsmöglichkeiten mehr in deinem Budget findest, hilft jeder Euro.

Falls du eine starke Position in deinem Unternehmen hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Diese solltest du jedoch nicht mit deinen Schulden, sondern mit deiner Arbeitsleistung begründen können.

Falls du die nötigen Skills hast, kannst du dir auch als Freelancer etwas Geld auf der Seite dazu verdienen. Frag doch mal bei deinen Freunden, deiner Familie, oder deinen Kollegen, ob sie Unterstützung bei ihren Projekten brauchen.

Hier noch ein kostenloser #ZuperTipp: Geldgeschenke und Rückzahlungen (zum Beispiel vom Finanzamt) solltest du so gut wie möglich für die Tilgung deiner Schulden verwenden.

Wenn du monatlich 300 Euro für deine Schulden aufwendest und plötzlich 1500 Euro zur Verfügung hast, kannst du das Geld entweder in irgendeine Impuls-Anschaffung investieren ODER du erreichst dein Ziel der Schuldenfreiheit 5 Monate früher.

Und bitte vergiss nicht, dich selbst zu feiern, wann immer du einen neuen Meilenstein erreichst. Du hast viel Energie und Disziplin aufgewandt, um an diesen Punkt zu kommen. Du darfst stolz auf dich sein.

Wir wünschen dir viel Erfolg auf deinem Weg zur Schuldenfreiheit!

Zuper ist dein digitaler Finanzassistent.

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Mit den kostenlosen Apps für iPhones (Zuper Finanz App für iPhone) und Android Smartphones (Zuper Finanz App für Android) hast du deine Finanzen im Griff.

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Paul Niklaus
Paul Niklaus
Paul ist Marketing Manager bei @ZuperBank und die erste Anlaufstelle für alle Anliegen unserer Zuper Nutzer. In unserem Blog zeigt er dir, wie du das meiste aus deinem Geld herausholst!
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