Vom ersten Schrei bis zum hungrigen Teenie: Was kosten Kinder?

Geld ist ein Punkt der in vielen Beziehungen immer wieder zum Streit führt. Wir zeigen euch, wie man in einer Partnerschaft am besten damit umgeht ohne sich zwischen Liebe und Geld entscheiden zu müssen.

von | Mrz 29, 2018

Die im Netz geisternden Zahlen erscheinen auf dem ersten Blick verwirrend hoch: 130.000 oder sogar 250.000 Euro soll ein Kind bis zum 18. Lebensjahr kosten.

Das statische Bundesamt hat Durchschnittskosten von 584 Euro je Monat berechnet und liegt damit eher am unteren Rand der Schätzungen.

Wir meinen: Um wirklich hilfreich zu sein, bedürfen diese rohen Zahlen einer genaueren Analyse, schließlich unterscheiden sich die einzelnen Familien in Lebensstandard, Wohnort und Kinderzahl.

Nur Muttermilch und Liebe? Moderne Babys kosten mehr!

Ganz zu Anfang, so sagt man, brauchen Kinder nicht viel mehr als Muttermilch und Liebe, doch natürlich lassen es die meisten Eltern hierzulande dabei nicht bewenden.

Wahrscheinlich plant auch ihr, schicke Babyzimmermöbel, haufenweise niedliche Kleidung, einen schönen Kinderwagen und eine hochwertige Babyschale zu kaufen.

Diese Anfangsinvestitionen fallen in der Höhe völlig unterschiedlich aus, denn schließlich gibt es die genannten Dinge auch in gebraucht, preisgünstig oder gar geschenkt.

Die wirklich notwendigen monatlichen Kosten für das Baby halten sich in der Tat sehr in Grenzen, sie lassen sich durchaus im Rahmen des Kindergeldes bewältigen.

Die Sache hat nur einen großen Haken: Zumeist steigt ein Elternteil zeitweise aus dem Job aus, um den Nachwuchs nach besten Kräften zu hüten.

Das Mutterschaftsgeld und das Elterngeld decken den Verdienstausfall nur teilweise ab, und geminderte Einnahmen sind schließlich auch eine Art finanzieller Investition. Was danach aus der bislang gut laufenden Karriere wird, liegt im Ungewissen; häufig steigen die frischgebackenen Mütter nur noch auf Teilzeit in ihren alten Beruf ein.

Wie auch immer ihr eure eigene berufliche Laufbahn mit Kind plant: Ein gewisser Karriereknick lässt sich zumeist kaum vermeiden.

 

Von der Kita bis zur Schule: Kinder wachsen – Kosten steigen

Wenn es an der Zeit ist, dass beide Partner wieder arbeiten gehen, steht euch eine weitere oft recht hohe monatliche Ausgabe bevor: die Kita-Gebühr.

Diese reicht je nach Region und Einkommen bzw. Geschwisterzahl von null bis zu mehreren hundert Euro im Monat und kann damit gewaltig ins Geld gehen!

Bis zum Schuleintritt des Kindes veranschlagt das Statistische Bundesamt eine jährliche Ausgabensumme von 6.200 Euro; eventuelle Gehaltsminderungen, Betreuungs- und Versicherungskosten nicht einmal mit eingerechnet.

Danach steigt die finanzielle Belastung weiter an, auf statische 7.200 Euro pro Jahr, bis das 12. Lebensjahr erreicht ist. Kinder in diesem Alter stellen höhere Ansprüche an ihre Kleidung, möchten oft nicht mehr mit »geerbten« oder Second-Hand-Klamotten herumlaufen, lieben technisches Spielzeug und legen sich manchmal recht teure Hobbys zu.

Ein Schulkind wirft deshalb statistisch gesehen Kosten in Höhe von 604 Euro im Monat auf.

 

Lebensmittel und Taschengeld: Im Teenie-Alter geht`s erst richtig los!

Macht euch bitte schon jetzt darauf gefasst, dass es danach erst richtig losgeht!

Euer Kind reift nun zu einem Teenager heran, vor allem die Lebensmittelkosten neigen in dieser Altersgruppe dazu, förmlich zu explodieren. Nebenbei wachsen Teenies ständig aus ihrer Kleidung heraus, möchten der aktuellen Mode folgen und wünschen sich ein Taschengeld, mit dem man wirklich etwas anfangen kann.

Laut der Berechnungen des Statistischen Bundesamtes belaufen sich die Kosten für einen hungrigen, meist etwas missgelaunten Teenie, auf etwa 8.400 Euro pro Jahr, das sind 700 Euro pro Monat.

Doch diese Altersgruppe bringt auch etwas wirklich Gutes mit sich: Ihr als Eltern könnt euch wieder freier bewegen, müsst die lieben Kleinen nicht ständig bemuttern und dürft deshalb wieder beide hingebungsvoll an eurer Karriere feilen.

Das bedeutet, dass neben den Ausgaben oft auch die Einnahmen steigen – und sich der finanzielle Unterhalt der Familie mit etwas Glück recht gut bewältigen lässt.

Vielleicht jobbt euer Nachwuchs zu diesem Zeitpunkt sogar schon selbst und kauft sich seine Extras vom erwirtschafteten Geld, wer weiß?

 

So laufen die Finanzen rund

Denkt auf jeden Fall daran, dass der Staat einen gewissen Anteil dazu beiträgt, eure frisch gegründete Familie zu finanzieren.

Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Elterngeld Plus, Kindergeld und der steuerliche Kinderfreibetrag mindern eure finanziellen Verluste, ohne sie jedoch auch nur annähernd zu kompensieren.

Ganz nebenbei gestaltet sich die Budgetverwaltung mit mehreren Kindern sehr viel komplexer als zuvor, die Abbuchungen und Daueraufträge häufen sich, während das Einkommen je nach Phase deutlich variiert.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, über eine übersichtliche Form der privaten Finanzverwaltung nachzudenken, zum Beispiel per Haushaltsbuch oder Finanz-App.

So bleibt ihr Tag für Tag, Monat für Monat über eure Einnahmen und Ausgaben auf den Laufenden und müsst nicht befürchten, versehentlich ins Minus zu rutschen.

Worauf ihr beim Haushaltsbuch für eure Familie achten solltet, zeigen wir euch hier: Das Haushaltsbuch für Familien

 

Zwei Kinder, doppelte Kosten? Ganz so einfach ist es nicht

Bleibt noch die Frage offen: Kosten zwei Kinder das Doppelte und drei Kinder das Dreifache?

Auch hierauf hat das Statistische Bundesamt eine eindeutige Antwort, die euch ein wenig beruhigen dürfte: Die Kosten für das einzelne Kind sinken mit wachsender Geschwisterzahl, schließlich muss für Nummer 2, 3 und 4 nicht noch einmal alles neu angeschafft werden.

In der größeren Wohnung werdet ihr wahrscheinlich bereits mit Nummer 1 wohnen, ebenso habt ihr euren flotten Sportwagen längst gegen eine Familienkutsche eingetauscht.

Bei zwei Geschwistern veranschlagt das Statistische Bundesamt 515 Euro monatliche Kosten pro Kind, bei drei Geschwistern sind es noch 484 Euro.

Da ihr sicher eure ganz eigenen Ansprüche ans Leben stellt und nicht die typische Durchschnittsfamilie seid, werden eure tatsächlichen Zahlen gewiss nach oben oder unten abweichen.

Eines ist und bleibt aber sicher: Das Leben wird mit Kindern deutlich teurer, angefangen beim Urlaub bis hin zur täglichen Lebensmittelversorgung.

Lasst euch davon aber bitte nicht abschrecken, denn die allermeisten Eltern, die ihre Kinder mit Erfolg großgezogen haben, würden nicht gegen alles Geld der Welt auf ihren Nachwuchs verzichten wollen!

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1 Kommentar

  1. Isabella

    Es ist schon beachtlich, was Kinder tatsächlich kosten. Wenn man allerdings nur davon ausgeht, dann würde kaum jemand Kinder haben, dennoch die Kosten sollte man nicht außer Acht lassen. Viele machen sich da überhaupt keine Gedanken drüber.

    Antworten

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